Die Presse, Leserbrief vom 26.11.2017
Eine saudiarabische Diplomatentochter als "Wienerin" zu bezeichnen ist das - typisch österreichische vom Rum andere "Abstauben" - Eine, das Andere, ist die traurige Tatsache, dass sowohl vom TIME-Magazin, als auch österreichischen Medien der Kampf der aufgeklärten, aber eben nach wie vor verfolgten Frauen in nahezu allen arabischen Ländern, konterkariert, wenn nicht sogar boykottiert wird. Gerade in Saudiarabien (ob Kronprinz Mohammed bin Salman da etwas ändert, steht noch aus!) dürfen Frauen, auch westliche, nicht ohne Kopftuch in der Öffentlichkeit sein, und in den meisten arabischen Ländern, von Afghanistan, dem Iran bis Marrokko werden seit zehn, zwanzig Jahren Frauen und vor allem Mädchen zunehmend von Ausbildung bzw. vom Schulbesuch abgehalten, oft genug mit Gewalt. Da passt das Tam-Tam um so ein Hijab Emoj ja wie die Faust aufs Auge!!
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Die Presse, Leserbrief vom 06.07.2017
Zu Artikel "Handel schlägt neue Demo-Zonen vor", 04.07.2017

Wie wäre folgende Überlegung: Wien hat 23 Bezirke und alle Bezirke haben eine Hauptstrasse, wobei manche auch über den Bezirk hinaus attraktive Einkaufsstrassen sind. Es wäre daher nicht nur von der Seite des Standortes eine faire Aufteilung der Demos auf alle 23 Bezirke, sondern dadurch auch eine Anerkennung der Bewohner dieser Bezirke, indem dies eine gesellschaftliche Gleichstellung mit dem 1. Bezirk bedeuten würde. Oder anders herum gefragt: sind die Bewohner rund um Strassen wie Währinger Strasse, Landstrasser Hauptstrasse, Simmeringer Hauptstrasse, etc. etwa nicht würdig einer Demo? Abgesehen davon, wäre in den 22 anderen Bezirken der Prozentsatz der heimischen Bevölkerung deutlich größer als rund um den Ring; und ich bin auch überzeugt, dass die mediale Aufmerksamkeit nicht geringer wäre, eher noch größer, weil eine neue und auch sehr demokratische Form der Bürgerrechte, aktiv wie passiv.
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Die Presse, Leserbrief vom 21.06.2017
Zu Gastkommentar von Christian Keuschnigg
"Topgehälter: Was sind Manager wirklich wert?" vom 17.06.2017

Ein Thema, das leider immer wieder für Unmut sorgt, wobei sich "leider" auf die negativen Aspekte von Managergehältern bezieht, die hier - wieder "leider" - nicht ausreichend angesprochen werden. Vor allem die fragwürdigen Verträge, die es "erlauben", dass Topmanager, die ein Unternehmen in den Bereich von mehrstelligen Millionen- bis Milliardenverluste geführt haben, dann auch noch millionenhohe Abfertigungen erhalten. Extreme Beispiele sind Edzard Reuter, Jürgen Schrempp, jeweils Daimler/Mercedes. bzw. Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jain Anshu, jeweils Deutsche Bank. Österreich hat diese Dimensionen nicht, aber nicht, weil bei uns alles korrekter wäre, sondern weil wir nahezu keine Konzerne unter den Top 500 haben. Dafür blüht bei uns noch immer das Topmanagement mittels politischer Steigbügel und auch entsprechendem wohlbehütetem Abgang (meist wieder in die Politik). Auf Grund der Überschrift, hatte ich eigentlich auch einige Anmerkungen in diese Richtung erwartet, so aber war die Erkenntnis nach Lektüre des Kommentars lediglich ein "Ja, eh, aber wo ist der kritische Ansatz?"
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Die Presse, Leserbrief vom 30.05.2017
Anläßlich des NATO-Gipfels, 25.05.2017

Nicht Martin Schulz hätte Trump die richtige Antwort geben sollen (laut Süddeutsche Zeitung), wonach einer wie Trump , der mit Wahlmanipulationen gewählt wurde, wohl nicht in der Lage sei, Deutschland (und alle anderen EU-Staaten) abzukanzeln, sondern Juncker und Tusk hätten im Namen der EU-Staaten folgendes klipp und klar sagen sollen: "Mr. President, Sie haben absolut keinen moralischen Anspruch uns zu kritisieren, Sie, der Sie über (?) 1000 Gerichtsverfahren anhängig haben, weil Sie offensichtlich prinzipiell Ihre Lieferanten nicht bezahlen, Sie, der Sie Frauen, Minderheiten, fremde Nationalitäten, usw. in schäbigster Weise beleidigen, Sie, der Sie heute so und morgen so argumentieren, egal ob es um politische Fragen, oder um wirtschaftliche Fragen geht, Sie, der Sie und Ihre Tochter Ivanka selber in China und anderen Ländern billigst produzieren lassen, aber große Töne über "America first" von sich geben, und vor allem Sie, der Sie im eigenen Land bereits ernsthafte Diskussionen über eine mögliche Amtsenthebung akzeptieren müssen, Sie sollten nicht über andere Staaten und schon gar nicht über die EU-Staaten, die zu Amerika seit Jahrzehnten als ernsthafte und verlässliche Partner stehen, in derartiger abwertender Weise reden. Trotzdem wünschen wir Ihnen alles Gute und eine gute Heimreise!"
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Die Presse, Leserbrief vom 6.12.2016

Es ist doch erfreulich zu sehen, dass sich Vorarlberg, das westlichste Bundesland, und Wien, die Bundeshauptstadt weit im Osten, zumindest im Wahlverhalten sehr ähnlich sind, beide als einzige Bundesländer erstens über 60% für einen Kandidaten und zweitens dies auch noch beide für VDB. Somit wurde ein erster (alter) Graben bereits zugeschüttet! Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 26.11.2016

Diejenigen, die Trump schon lange kennen und nicht mit ihm "verbandelt" sind, sagen, dass er tatsächlich so ist, wie er sich gibt, also unkontrolliert, egozentrisch, kritikresistent, etc. und man sollte diesen Menschen mehr Glauben schenken, als den anderen, vor allem, wenn er dann wirklich auch angelobt sein wird, denn da werden wohl nur mehr Ja-Sager und kritiklose Bewunderer und Profiteure um ihn sein. Aber es ist durchaus denkbar (und wünschenswert), dass Trump sich nicht nur in seinem wirtschaftlichen Abhängigkeits-Netz verfängt, sondern sein o.a. Verhaltensmuster ihn so weit bringt, dass ein Impeachment-Verfahren gegen ihn eingeleitet wird, und das vielleicht sogar spätestens im Jahr 2018, denn zu lange kann es sich Amerika nicht leisten, von so einem Menschen geführt zu werden. Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 10.11.2016

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist nun wohl offensichtlich, dass wir vor einer proletarischen Revolution in der westlichen Welt stehen. Trumps Wahlsieg wird die Rechtsparteien in Europa beflügeln und wir werden uns tatsächlich "noch wundern, was alles möglich ist". Wenn man aber die Selbstbereicherung der wirtschaftlichen und die Arroganz der politischen "Eliten" anschaut (Deutsche Bank, VW, UBS, Credit Suisse, HSBC, Credit Lyonnais, Immofinanz, Hypo Alpe Adria,....Hollande, Sarkozy, Cameron, Berlusconi, Rajoy,....), dann darf man sich über diesen Umsturz nicht wundern. Die Uhr tickte langsam, aber sie tickte unaufhaltsam und immer, wenn auch leise, hörbar und jetzt hat es eben den ersten Gongschlag zu Zwölf Uhr gegeben. Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 7.09.2016

Die Qualitätsmedien schreiben über beide Abkommen ziemlich unaufgeregt und sachlich, wenn auch kritische Stimmen nicht unerwähnt (und kommentiert) bleiben. Und so schaut es auch in den meisten europäischen Ländern aus. Nur Deutschland, vor allem Wirtschaftsminister Gabriel, sowie Holland in Frankreich, gehen ziemlich populistisch gegen TTIP vor, in erster Linie wohl, weil beide extrem schlechte Umfragewerte haben. In Österreich ist es ähnlich, aber die treibende Kraft gegen beide Abkommen ist die "Krone" und da sind jetzt nach Faymann, auch Kern und letztlich sogar Mitterlehner in die Knie gegangen. Wie lange wollen die Damen und Herren Politiker sich noch von der "Krone" diktieren lassen, wie das Land zu regieren sei. Vorschlag: da alle zu schwach sind, um sich mit positiven Argumenten gegen den Boulevard durchzusetzen und auch (scheinbar) unpopuläre Entscheidungen zum langfristigen Wohle der Bevölkerung zu entscheiden, sollten sie es mit dem Boulevard wie seinerseits die US-Justiz mit Al Capone halten: wenn sie ihn (den Boulevard) in der Sache nicht dran kriegen, dann vielleicht via Steuerfahndung. Gut möglich, dass da einiges "ins Rollen" kommt. Das könnte auch auf "heute" zutreffen, denn Werner Faymann hat ja jetzt nicht mehr den Mantel der parlamentarischen Immunität umgehängt und vielleicht kommt ja doch noch einiges ans Tageslicht (bei aller gebotenen Unschuldsvermutung!!). Es fällt, möglicher Weise in diesem Zusammenhang, auf, dass seit Kurzem "heute"-Anteile verkauft werden (z.B. TA-Media, Schweiz). Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbreif vom 29.08.2016

In der "Presse" vom 24.8. lautet die Schlagzeile "Das Versagen von Prölls Experten" aus Anlass des Berichts des Untersuchungsausschusses und als erster Abschnitt im Text steht "Gründe für die Pleite" und darin werden Wolfgang Kulterer und LH Jörg Haider als Hauptverantwortliche genannt. Soweit zu dem einen Kritikpunkt des Leserbriefs von Mag. Poechinger. Und wenn man meinen Gastkommentar vom 5.8. genau gelesen und auch verstanden hat, so erkennt man, dass es darin nicht um die Untaten der genannten Personen an sich geht, sondern um die Be- und Abhandlung der aufgeladenen Schuld, nämlich Abblocken Vertuschen, wieder Abblocken, usw. und daher die Reihenfolge der auszugsweise genannten Personen in keinem Zusammenhang mit den Untaten selbst steht. Hans Csokor 1020 Wien

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Kurier, Leserbrief vom 16.08.2016

Es ist eigentlich egal, ob Wrabetz oder Grasl, der Skandal ist, dass es durch die so offensichtliche "Ansage", dass es in Wirklichkeit nur um die Schlacht zwischen SPÖ für Wrabetz und ÖVP für Grasl geht, keine ernstzunehmende Gegenkandidatur einer kompetenten Persönlichkeit aus dem In-oder Ausland geben konnte. In diesem Sinne: "Shame on you, Herr Kern, und ebenso shame on you, Herr Mitterlehner, Sie und Ihre kleinen Machiavellis haben dem Land Österreich damit einen wohl kaum mehr gutzumachenden Schaden zugefügt. Kräftige Sprüche in Richtung Ankara sollten Sie sich in Zukunft gut überlegen, aber nicht weil die Kritik an den Zuständen in Ankara nicht gerechtfertigt wäre, sondern weil Sie beide bereits im "Glashaus sitzen" und da sollte man bekanntlich nicht mit Steinen werfen - es geht auch mit dem Bibelspruch "Der werfe den ersten Stein, der frei von Schuld". Hans Csokor 1020 Wien

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Der Standard, Leserbrief vom 13./14. 08.2016

Es ist eigentlich ohnehin egal, ob und wenn ja, welchen Reformvorschlag irgendwer in Sachen Schule macht, die Lehrergewerkschaft ist mit Garantie dagegen, und das meist ohne lange nachzudenken. Da kann in erster Linie wahrscheinlich nur die Beamtengewerkschaft inhaltlich und formal voll "mithalten", aber - und da gebe ich VK Mitterlehner durchaus Recht - die Gewerkschaft, sowie alle Kammern: Arbeiter-, Ärzte-, Apotheker-, Landwirtschafts-, Wirtschaftskammer, etc. sollten einmal bei sich selbst ansetzen und ihre Gehirne durchlüften. Die damalige Antwort auf Mitterlehners Empfehlung, wonach die Gewerkschaft und die Kammern "die Lösung und nicht das Problem seien" ist vergleichbar mit dem Kleinkind, das sich die Augen zuhält und sagt "ich bin nicht da" - es fehlt eben nur der kindliche Charme! Hans Csokor, 1020 Wien

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Kurier, Leserbrief vom 15.10.2015

Es wäre (höchst) an der Zeit für einen Befreiungsschlag gegenüber den Boulevardmedien. Was man, teils schon seit vielen Jahren, immer wieder gerüchteweise hört, dass Herausgeber, Chefredakteure oder auch "nur" Redakteure der Innenpolitik an Drohungen und Erpressungen "rauslassen", scheint sich nun im Fall der Äusserungen der Wiener NEOS-Kandidatin Beate Meinl-Reisinger anlässlich der "Elefantenrunde" am Montag, 5.10., zu bewahrheiten. Eigentlich ein Fall den die Staatsanwaltschaft von sich aus aufgreifen könnte (sollte?) und falls Frau Meinl-Reisinger aus Angst (sic!!) vor medialen Konsequenzen die Namen der drohenden und erpressenden Medieninhaber und/oder Journalisten nicht preisgeben will, so könnte die Staatsanwaltschaft ja die NSA um Unterstützung bitten. Mit den entsprechenden Suchbegriffen werden die NSA-Spezialisten sicherlich bald fündig, wer da so aller mit der NEOS-Kandidatin telefoniert hat und somit würde einer baldigen staatsanwaltschaftlichen Erhebung in Sachen Drohung und Erpressung nichts mehr im Wege stehen. Als hoffentlich positive Konsequenz (man wird ja noch träumen dürfen!) würde sich dann die Stadt Wien viele Millionen an "Werbegeldern" ersparen und auch so mancher, ebenfalls unfreiwillig in Boulevardmedien werbender, Unternehmer könnte endlich aufatmen, wenn diesem System, das leider schon über Jahrzehnte so funktioniert, der Boden entzogen wird. Hans Csokor 1020 Wien

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Kurier, Leserbrief vom 20.07.2015

Wenn der Bericht des Rechnungshofs stimmt und davon ist ja wohl auszugehen, dann geht es nicht nur um unkorrekt verwendete Gelder und geschobene Ausschreibungen, sondern um die Tatsache, dass die Ex-Ministerin und jetzige Nationalratspräsidentin, Doris Bures, die immerhin die zweithöchste politische Funktion im Lande innehat, in diese Affäre maßgeblich verwickelt ist. In einem gut funktionierenden demokratischen Staat würde eine solche politische Person mit sofortiger Wirkung von sich aus zurücktreten, zumindest aber unmißverständlich zum Rücktritt aufgefordert werden. Passiert dies in diesem Fall nicht, wovon leider auszugehen ist, dann hat Österreich keinen Anspruch mehr auf die Bezeichnung "Demokratie", sondern sollte nun endgültig als "Bananenrepublik" bezeichnet werden (dürfen). Sollte also der Rücktritt von Frau Bures nicht erfolgen, werde ich einen offenen Brief an die EU-Kommission schreiben und diese ersuchen, eine entsprechende Ermahnung an den österreichischen Bundespräsidenten und den Bundeskanzler zu richten. Vielleicht schliessen sich dem auch andere Bürger Österreichs an, die auch weiterhin in einem demokratischen Staat leben wollen, der diese Bezeichnung auch verdient und dem auch endlich so nach und nach die Eiterherde entfernt werden, nicht nur der oben erwähnte. So z.B. die unseriöse Finanzierung der drei Boulevardemedien durch Steuergelder mit damit verbundener "Geiselnahme" der dafür verantwortlichen Politiker. Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 21.04.2015

Ein trauriges Alternativ-Szenario, das Sie in Ihrem Kommentar präsentieren, Herr Pink! Bürgermeister Häupl hat vor allem in den letzten Wochen gezeigt, was er von sich hält (sehr viel), bzw. von den Wählern und überhaupt allen anderen Menschen (offensichtlich wenig), denn da war die Aussage über den Wahltermin, den er für sich behalte, dann das Taktieren betreffend Wahlreform mit anschliessender, die Wahlreform blockierender, Abwerbung eines Mandatars und jetzt - eh klar, Hände in der Hosentasche - der Lehrersager. Zwar ist die Kritik am Aufschrei der Standesvertreter wegen der 2 Mehrstunden durchaus berechtigt, aber es kommt halt schon auf die Form an. Und zur Anfangsfrage Ihres Kommentars: ich würde mir mehr Politiker im Stile von Franz Voves wünschen, nicht nur, dass er was riskiert (Zusammenlegung von Gemeinden), sondern dies auch mit Stil und gemeinsam mit dem politischen Gegegnüber macht! Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse. Leserbrief vom 19.03.2015

Nach der überheblichen Aussage von Häupl, er wisse den Wahltermin, sage ihn aber nicht, nun die ebenso überheblichen Antworten an berechtigte Vorschläge von Faymann und Schelling - geht's noch Herr Bürgermeister? Parallel erfahren wir, offensichtlich "zitzerlweise", dass nicht nur die Kärntner Hypo, sondern praktisch auch alle anderen Hypos (in Wien war es die "Z", für die die Stadt immer noch Milliardenhaftungen hält) eigentlich nur dadurch am Leben erhalten werden, weil die jeweiligen Länder praktisch grenzenlose Haftungen übernommen haben. In Kombination mit (nicht nur) in Finanzdingen meist völlig unbedarften Politikern agierten diese Hypos als ob es keine Finanzregeln gäbe. Wetten, dass alle Bundesländer das gleiche Problem, also drohende Insolvenz, wie Kärnten hätten, müssten sie alle Zahlen ungeschminkt auf den Tisch legen! Österreich wird ewig ein halb-demokratischer Staat bleiben, solange es keine Auswahlverfahren für Politiker gibt, sowohl Bund wie Länder. Die dafür üblichen Honorarnoten für Personalberater dürften wohl einen Bruchteil dessen ausmachen, was ungeeignete "Führungsköpfe" schon angerichtet haben uns sicher auch noch werden. Und außerdem: 20 Jahre an der Spitze sind 10 Jahre zu viel! Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse am Sonntag, vom 15.02.2015

"Tsipras fährt Griechenland an die Wand" - Antwort auf Leserbriefe vom 8.2. Es ist erstaunlich, wieviele Meldungen es jetzt zu Griechenland gibt, aber fast alle haben die griechische Tragödie offensichtlich erst nach der "Großen Pause" besucht, bzw. gehört/gelesen. Dabei ist der Beginn der Tragödie so wichtig für das Verständnis der weiteren Kapitel. Ich bin überzeugt, ich begehe keinen Rufmord, wenn ich behaupte, dass in keinem anderen europäischen Land so konsequent Steuerbetrug begangen wurde, wie eben in Griechenland, angefangen bei den milliardenschweren Reedern und sonstigen Großunternehmen (Olivenöl, Wein inkl. Metaxa, Olympic Airways, etc.), über den gehobenen Mittelstand (siehe aktuelle Kapitalflucht) bis zu den kleinen Gewerbetreibenden (fast alles ohne Rechnung). So weit so schlecht. Dazu kommen, aus Angst vor den Türken, exorbitante Ausgaben für das Militär die in keinem akzeptablen Maß zur tatsächlichen Bedrohung stehen (natürlich haben da andere Länder, auch Deutschland, davon profitiert). Den Weg zur endgültigen Tragödie öffnete aber der unbändige Wille der griechischen Regierungen zum Beitritt zu den Eurostaaten und da wurde gelogen, manipuliert, frisiert, etc. dass sogar die EU-Organisation EUSTAT warnend ihre Stimme erhob, aber die EU-Politiker, vehement unterstützt von den griechischen Politikern haben sich durchgesetzt und das war's dann. Alles andere ist nur noch Nachwehen, sicherlich auch verstärkt durch falsche Behandlung der Symptome. So sehr die Abkehr von Tsipras und seinem Finanzminister von der "alten Politik" mit Verständnis gesehen werden kann, sogar muss, so liegt es trotzdem an den Griechen, bei sich selbst mit einer grundlegenden Reform des Handelns und des Denkens anzufangen. Erst kürzlich konnten wir alle lesen, dass zig-tausende Griechen, abgesehen von der bereits erwähnten Kapitalflucht, ihre diversen Steuern (z.B. für Immobilien) schon ab Mitte/Ende November 2014 nicht mehr eingezahlt haben, weil sie darauf spekulierten, dass diese Steuern von einer Regierung Tsipras abgeschafft würden und somit klafft ein weiteres Loch im Budget - mit einer solchen Mentalität wird Griechenland nie wieder auf die Füsse kommen - aber warum sollen die anderen Länder das unterstützen? Hans Csokor 1020 Wien

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Der Standard, Leserbrief vom 28./29.03.2015

Nach dem mehr als umstrittenen "Akademikerball", der erstens leider und zweitens besonders leider in der Hofburg stattfand und -findet, nun der Vortrag des holländischen Rechtsaussen Geert Wilders, wieder in der Hofburg. Kann es sein, dass die FPÖ bewusst die Hofburg für ihre Veranstaltungen aussucht, um damit etwas vom staatsmännischen Image zu "abzukriegen", welches diese Partei weder durch Aussprüche und Reden, noch durch Taten und Aktionen jemals erlangen kann? Ich finde, dass man der FPÖ Auftritte in der Hofburg untersagen sollte und wenn das so nicht geht, dann sollte dies eben für alle Parteien gelten. Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 21.10.2014

"Tsipras fährt Griechenland an die Wand" - Antwort auf Leserbriefe vom 8.2. Es ist erstaunlich, wieviele Meldungen es jetzt zu Griechenland gibt, aber fast alle haben die griechische Tragödie offensichtlich erst nach der "Großen Pause" besucht, bzw. gehört/gelesen. Dabei ist der Beginn der Tragödie so wichtig für das Verständnis der weiteren Kapitel. Ich bin überzeugt, ich begehe keinen Rufmord, wenn ich behaupte, dass in keinem anderen europäischen Land so konsequent Steuerbetrug begangen wurde, wie eben in Griechenland, angefangen bei den milliardenschweren Reedern und sonstigen Großunternehmen (Olivenöl, Wein inkl. Metaxa, Olympic Airways, etc.), über den gehobenen Mittelstand (siehe aktuelle Kapitalflucht) bis zu den kleinen Gewerbetreibenden (fast alles ohne Rechnung). So weit so schlecht. Dazu kommen, aus Angst vor den Türken, exorbitante Ausgaben für das Militär die in keinem akzeptablen Maß zur tatsächlichen Bedrohung stehen (natürlich haben da andere Länder, auch Deutschland, davon profitiert). Den Weg zur endgültigen Tragödie öffnete aber der unbändige Wille der griechischen Regierungen zum Beitritt zu den Eurostaaten und da wurde gelogen, manipuliert, frisiert, etc. dass sogar die EU-Organisation EUSTAT warnend ihre Stimme erhob, aber die EU-Politiker, vehement unterstützt von den griechischen Politikern haben sich durchgesetzt und das war's dann. Alles andere ist nur noch Nachwehen, sicherlich auch verstärkt durch falsche Behandlung der Symptome. So sehr die Abkehr von Tsipras und seinem Finanzminister von der "alten Politik" mit Verständnis gesehen werden kann, sogar muss, so liegt es trotzdem an den Griechen, bei sich selbst mit einer grundlegenden Reform des Handelns und des Denkens anzufangen. Erst kürzlich konnten wir alle lesen, dass zig-tausende Griechen, abgesehen von der bereits erwähnten Kapitalflucht, ihre diversen Steuern (z.B. für Immobilien) schon ab Mitte/Ende November 2014 nicht mehr eingezahlt haben, weil sie darauf spekulierten, dass diese Steuern von einer Regierung Tsipras abgeschafft würden und somit klafft ein weiteres Loch im Budget - mit einer solchen Mentalität wird Griechenland nie wieder auf die Füsse kommen - aber warum sollen die anderen Länder das unterstützen? Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 07.07.2014

"Tsipras fährt Griechenland an die Wand" - Antwort auf Leserbriefe vom 8.2. Es ist erstaunlich, wieviele Meldungen es jetzt zu Griechenland gibt, aber fast alle haben die griechische Tragödie offensichtlich erst nach der "Großen Pause" besucht, bzw. gehört/gelesen. Dabei ist der Beginn der Tragödie so wichtig für das Verständnis der weiteren Kapitel. Ich bin überzeugt, ich begehe keinen Rufmord, wenn ich behaupte, dass in keinem anderen europäischen Land so konsequent Steuerbetrug begangen wurde, wie eben in Griechenland, angefangen bei den milliardenschweren Reedern und sonstigen Großunternehmen (Olivenöl, Wein inkl. Metaxa, Olympic Airways, etc.), über den gehobenen Mittelstand (siehe aktuelle Kapitalflucht) bis zu den kleinen Gewerbetreibenden (fast alles ohne Rechnung). So weit so schlecht. Dazu kommen, aus Angst vor den Türken, exorbitante Ausgaben für das Militär die in keinem akzeptablen Maß zur tatsächlichen Bedrohung stehen (natürlich haben da andere Länder, auch Deutschland, davon profitiert). Den Weg zur endgültigen Tragödie öffnete aber der unbändige Wille der griechischen Regierungen zum Beitritt zu den Eurostaaten und da wurde gelogen, manipuliert, frisiert, etc. dass sogar die EU-Organisation EUSTAT warnend ihre Stimme erhob, aber die EU-Politiker, vehement unterstützt von den griechischen Politikern haben sich durchgesetzt und das war's dann. Alles andere ist nur noch Nachwehen, sicherlich auch verstärkt durch falsche Behandlung der Symptome. So sehr die Abkehr von Tsipras und seinem Finanzminister von der "alten Politik" mit Verständnis gesehen werden kann, sogar muss, so liegt es trotzdem an den Griechen, bei sich selbst mit einer grundlegenden Reform des Handelns und des Denkens anzufangen. Erst kürzlich konnten wir alle lesen, dass zig-tausende Griechen, abgesehen von der bereits erwähnten Kapitalflucht, ihre diversen Steuern (z.B. für Immobilien) schon ab Mitte/Ende November 2014 nicht mehr eingezahlt haben, weil sie darauf spekulierten, dass diese Steuern von einer Regierung Tsipras abgeschafft würden und somit klafft ein weiteres Loch im Budget - mit einer solchen Mentalität wird Griechenland nie wieder auf die Füsse kommen - aber warum sollen die anderen Länder das unterstützen? Hans Csokor 1020 Wien

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Die Presse, Leserbrief vom 31.05.2014

Absicht oder Zufall? Auf Seite 4 der "Presse" vom 28. Mai wird die Stellungnahme der EZB zur Anfechtung der OeNB-Sonderpensionen zitiert, wonach ein Eingriff nicht gerechtfertigt sei. Auf Seite 15, Titelseite "Economist" ist von der Kostenexplosion der Pensionen in der OeNB zu lesen und dass dadurch die Ausschüttungen an den Staat geringer geworden seien. Wie auch immer, ich finde der Vergleich mit Hehlerei ist (nicht nur) in diesem Fall erlaubt: selbst wenn ein "gutgläubiger" Käufer z.B. eines Kunstwerks dieses erwirbt und es stellt sich heraus, dass der Verkäufer bewusst ein gestohlenes Kunstwerk verkauft hat, so wird der Kauf ungültig und das Kunstwerk wird dem Bestohlenen zurückgegeben, oder es muss der erzielte Verkaufspreis an den Bestohlenen erstattet werden. Bei Pesionen bis zu über € 30.000 kann man aber wohl nicht mehr von "gutgläubig", selbst im weitesten Sinne des Wortes sprechen, denn jedem möglichen Bezieher einer solchen Pension muss wohl klar sein, dass es sich hier um exorbitante Ausnahmefälle handelt, die nicht nur wirtschaftlich (in Bezug auf die OeNB), sondern auch gesellschaftlich (in Bezug auf alle nicht so privilegierten Pensionsempfänger) unmoralisch und daher unakzeptabel sind. Und die EZB schürt mit dieser Stellungnahme, gerade nach der EU-Wahl mit den vielen extremen Protest- bzw. Anti-EU-Stimmen, munter weiter das Feuer, denn die OeNB wird wohl nicht der einzige Fall in Europa sein. Wenn aber doch, dann sollte es schon überhaupt keine Diskussion mehr geben und sogar Rückzahlungen gefordert werden, analog zu "Hehlerei".

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Die Presse, Leserbrief vom 11.06.2013

Nur wer Angst hat, hat auch volle Hosen "Es war einmal eine Außenpolitik....." von Christian Ultsch, 8.6.13 Vorschlag zur (Un)Güte: Faymann, Spindelegger und ihre Minister treten geschlossen zurück und überlassen den Herren Dichand und Fellner als Bundeskanzler und Vizekanzler die Regierungsbildung gemeinsam mit deren großartigen Journalisten. Oder sie raffen sich auf, haben auch einmal eine eigene Meinung und vertreten diese gegenüber der Bevölkerung, um diese wirklich zu informieren und dadurch auch einzubinden. Aber sie verreten diese Meinung auch konsequent gegenüber dem Boulevard. Nur wer permanent vor etwas Angst hat, hat auch volle Hosen. Dieser Gestank aber belästigt uns, die Bevölkerung, leider nun schon viel zu lang - und dies nicht nur bezüglich der nichtvorhandenen Außenpolitik! Wir sollten es der bis dato eher schweigenden türkischen Bevölkerung gleich machen, auf den Heldenplatz gehen und sagen: "Genug ist genug - haut ab!" Hans Csokor, 1020 Wien