Lesebrief im Profil, 28. Juki 2019

Zuerst also, wie immer, 2x Rainer Nikowitz, so viel Zeit für Satire muss sein! Dann aber Leitartikel "Kickl", OK, Pflichtlektüre, dann Ihre Meinungskolumne "Echt jetzt?" und dann beim exzellenten Interview mit Alexej Nawalny, vulgo "Der Herr" bei Putin, ergab sich nahezu ein Muster für das Heft an sich: Österreich, "vertreten" durch Kickl, Schüssel und Kern, für die man sich schlicht und einfach nur schämen kann , stehen einem Menschen gegenüber, der leider immer wieder eingesperrt wird und dies, weil er rücksichtslos (im besten Sinne!) für die Wahrheit, die Freiheit und die Gerechtigkeit eintritt. Am deutlichsten kommt der Gegensatz zwischen dem Moralverständnis der o.a. Österreicher und Nawalny im letzten Absatz heraus, wenn er, nach dem "Reichtum" von Putin befragt, sagt: "[..] Er braucht kein Konto in der Schweiz, weil ihm die russischen Banken gehören. Eine Enthüllung über Putins Reichtum wäre ungefähr so, als würde man aufdecken, dass Zar Nikolaj II oder Kaiser Franz Josef große Vermögen besaßen." Es geht doch nichts über Freundschaften mit Menschen für die Reichtum was für Normalsterbliche ist!